"Mit dem Rad zur Arbeit": Sonderaktion des Landes für Radpendler

Andreas Inama
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Dass Südtirol eine „Radnation“ ist, ist hinlänglich bekannt. Und auch Italien kann sich mit großen Radlern der Vergangenheit brüsten, nicht zuletzt mit dem legendären Marco Pantani. Jedes Wochenende schwärmen die Radler und Radlerinnen wie die Bienen aus und erkunden unser Land auf zwei Rädern. 40, 60, 100, 130 Kilometer: Dem Sonntagsausflug sind keine Grenzen gesetzt.

Nichtsdestotrotz häufen sich unter der Woche die Staus auf Südtirols Straßen. Besonders die Landeshauptstadt Bozen glänzt durch frühmorgendliche und abendliche Blechparaden, an denen sich ein Auto an das andere reiht, um die fünf, sechs Kilometer in die Gewerbezone im Süden der Stadt zurückzulegen. So sehr das Fahrrad das Südtiroler Sportlerherz am Wochenende höherschlagen lässt, so sehr wird es unter der Woche – oder zumindest zwischen 8 und 17 Uhr – in der Garage verstaut.

“Südtirol radelt” seit März

Nun soll das kein Pauschalurteil sein. Auch Herr und Frau Südtiroler schwingen sich täglich auf den Sattel und legen bei den Kilometern zur Arbeit den Grundstein für einen funktionierenden Kreislauf durch den Tag. Es könnte jedoch mehr Fahrrad und weniger Auto sein.

Obwohl der E-Bike-Bonus vom Land nun schon seit mittlerweile einigen Wochen wieder Geschichte ist, bevor er überhaupt richtig in die Mitte der Gesellschaft angelangt war, setzt man im Landesamt für Mobilität weiterhin auf das Fahrrad – in Form von „Südtirol radelt“. Die Aktion startete schon im März und läuft bis Ende September. Wer bis dahin ordentlich in die Pedale getreten hat und in sechs Monaten mindestens 100 Kilometer geradelt ist, macht automatisch bei einer Verlosung mit. Da es im März und im April aufgrund des Lockdowns nicht möglich war, im Freien radzufahren, zählen in diesem Zeitraum auch die zurückgelegten Kilometer auf dem Ergometer.

Sonderaktion “Mit dem Rad zur Arbeit”

Um nun auch die Arbeiter miteinzuspannen, beginnt ab morgen, 1. Juli, eine Sonderaktion für jene, die den Weg zur Arbeit am liebsten mit dem Fahrrad zurücklegen. „Mit dem Rad zur Arbeit“ baut auf das gleiche Prinzip, nur etwas abgeändert: Anstatt Kilometer einzutragen, zählen hier die Tage, an denen man zwischen 1. und 31. Juli mit dem Rad zur Arbeit geradelt ist.

„Bei kurzen Entfernungen sollte das Fahrrad sowieso die erste Wahl sein: Es ist bequem, umweltfreundlich, gesund und macht Spaß. In der heurigen besonderen Situation stellt das Fahrrad außerdem eine sehr gute Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln dar”, erklärt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Damit sind aber nicht nur jene gemeint, die den ganzen Arbeitsweg auf zwei Rädern zurücklegen. Sollte jemand doch weiter entfernt vom Arbeitsweg leben, so bietet sich an, das Fahrrad dazu zu verwenden, zur nächsten Zugstation oder Bushaltestelle zu gelangen.

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