Pädiatrie im Krankenhaus Innichen bekommt Primariat

Andreas Inama
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Die Pädiatrie des Krankenhaus Innichen bekommt ein Primariat. Es ist mittlwerweile die dritte Abteilung im kleinen Spital im Hochpustertal, die somit von einer einfachen zu einer komplexen Struktur wird. Damit geht die Aufwertung der kleinen Krankenhäuser im ganzen Land weiter.

Denn mittlerweile sind es insgesamt acht in den Südtiroler Kleinspitälern Innichen, Sterzing und Schlanders. Zwar befinden sich einige davon noch in der Wettbewerbsphase, nichtsdestotrotz ist es ein Fingerzeig der aktuellen Landesregierung, dass man auch die Sanität am Land aufwerten will. So soll nicht nur die Gesundheit der lokalen Bevölkerung durch die kürzeren Wege gesichert werden, sondern auch die Standorte im Allgemeinen aufgewertet werden.

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Keine freiwählbaren Kinderärzte im Hochpustertal

„Es ist ein klares Zeichen, dass wir die Bedeutung dieser Strukturen kennen und somit erhalten, weiterentwickeln und aufwerten wollen. Neben ihrer Rolle als Arbeitgeber, Wirtschaftsfaktor und sozialer Bezugspunkt geht es uns auch um die Aufwertung des Territoriums – sprich der wohnortnahen Versorgung”, betont der zuständige Gesundheitslandesrat Thomas Widmann.

Gerade der Standort Innichen, an dem es seit kurzen auch Primare in der Anästhesie und in der multidisziplinären, orthopädische-traumatologische Chirurgie gibt, hat gerade in Sachen Behandlung von Kindern Bedarf an einer neuen internen Struktur. “Gerade im Hochpustertal, wo frei wählbare Kinderärzte fehlen, ist die Krankenhausbetreuung essenziell, die Einsetzung eines Primars bietet somit zusätzliche Stabilisierung und Sicherheit”, so der Direktor des Südtiroler Sanitätsbetriebs, Florian Zerzer.

Mehr Anreize für Ärzte

Und auch einem anderen, grundsätzlichen Problem auf Landesebene soll mit dieser Maßnahme entgegengewirkt werden. Südtirol leidet an akutem Ärztemangel. Neben den schwierigen Bedingungen rund um die Doppelsprachigkeit medizinischer Fachkräfte, mangelt es besonders in ländlichen Gebieten an beruflichen Anreizen, sich als Arzt niederzulassen. Diesem Umstand soll nun Abhilfe geschaffen werden.

„Ein Primariat ist ein Anziehungspol“, führt Zerzer weiter aus, „die Strategie der Nachbesetzung vakanter Primariate ist also auch eine längerfristige Sicherstellung des Ärztenachwuchses und damit des Fortbestandes der entsprechenden Abteilungen und Krankenhäuser.”

Am 15. September hat die Direktion des Südtiroler Sanitätsbetriebs die Veröffentlichung der Kommunikation genehmigt, womit nun offizielle eine Ärztin oder ein Arzt für diese Position gesucht wird. Die Ausschreibung wird in Kürze veröffentlicht.

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