South Tyrol Plants forstet zerstörte Wälder neu auf: "Wir werden bis zu 500 Bäume pflanzen"

Andreas Inama
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Für Samstag, 5. September, hat die gemeinnützige Initiative “South Tyrol Plants” die erste “partizipative Baumpflanzaktion Südtiols” ins Leben gerufen: Nachdem im Herbst 2018 das Sturmtief Vaia mit seiner Wucht großflächig Bäume entwurzelt und Wälder zerstört hat, haben sich acht junge Südtirolerinnen und Südtiroler zusammengetan, um die Landschaft aufzuforsten. Was zunächst als reine Idee entstanden ist, hat nun eine breite Anzahl an Menschen mobilisiert, die am 5. September in einem der am schwersten betroffenen Gebiete, die Latemarregion, den Wald neues Leben einhauchen will.

Anna Bortolazzi ist teil dieser achtköpfigen Gruppe. Sie erzählt uns, wie die Idee dazu entstanden ist und wie man so auch öffentliche Institutionen, ohne dass Überredungskünste von Nöten gewesen wären, für dieses Projekt im Zeichen der Umwelt begeistern konnte.

Zum Thema: Nuovi alberi da piantare per far rinascere i boschi dopo la tempesta di Vaia, l’appuntamento

Frau Bortolazzi, ihre Initiative hat direkt reges Interesse in der Bevölkerung hervorgerufen und die Plätze, um daran teilzunehmen, werden immer weniger. „South Tyrol Plants“ ist schon ein Erfolg, bevor es überhaupt stattgefunden hat.

Ja, das stimmt, und es freut uns ungemein. Wir haben unglaublich viele Anfragen bekommen und daher können nicht alle Interessierte bei der Veranstaltung mitmachen.

Dieses Projekt ist nicht nur wichtig für unsere Natur, der rege Zulauf ist auch aus gesellschaftlicher Sicht erfreulich. Immerhin führt es Menschen verschiedener Generationen und Gesinnungen mit einem gemeinsamen Ziel zusammen. Wie ist die Idee dazu überhaupt entstanden?

Zwei Freunde haben sich gefragt, wie man gegen die Schäden, die das Sturmtief Vaia vor zwei Jahren angerichtet hat, aktiv vorgehen kann. Durch einen Zufall sind sie mit der Umweltschützerin Arianne Benedikter in Kontakt getreten. Dort wurde die Grundlage für die Idee gelegt. Nach und nach kamen immer mehr Menschen dazu und letztendlich hat sich eine Gruppe aus acht Freiwilligen gebildet. Wir haben uns sofort das Forstinspektorat Bozen um Unterstützung ersucht, die uns ohne Zögern zugesagt wurde.

Also gab es von öffentlicher Seite keine Bedenken?

Gar keine. Das Forstinspektorat war sogar sehr proaktiv und hat uns mehrmals kontaktiert, um nachzufragen, wie es mit der Organisation läuft. Ich glaube, dass auch die Behörden es als schönes Signal sehen, dass die Bevölkerung aktiv an der Wiederherstellung unserer Landschaft teilnehmen will, nachdem sie durch den Sturm zerstört wurde. Es zeigt eine Gesellschaft, die gewillt ist, etwas zu verändern.

Auf der Website des Projekts wird aufgeführt, dass in jener Nacht die Holzmenge fiel, die normalerweise in ganz Südtirol in zwei Jahren gefällt wird. In einigen Regionen sogar das 16-Fache. Kann das ganze Holz verwertet werden?

Das ist schwierig zu sagen, die Zahlen auf unserer Seite findet man auf der Seite der Provinz. Es wird viel davon abhängen, ob das Holz fault oder von Parasiten befallen ist. Ich denke, dass das Holz, das zum Beispiel nicht mehr als Baumaterial infrage kommt, für die Energie- und Wärmegewinnung verwendet werden kann.

Wie viele Bäume werden denn am 5. September überhaupt gepflanzt?

Zunächst wollten wir rund 100 Bäume pflanzen. Da der Andrang aber so groß ist, werden es nun sogar 500 sein.

Tatsächlich lässt dieser große Andrang Hoffnungen auf ein zweites Event dieser Art aufkeimen.

Darüber werden wir sicher noch sprechen. Ich will bezüglich des Andrangs auch hervorheben, dass sich Menschen aus allen Altersgruppen angemeldet haben. Es ist ein offenes Event für alle, von 0 bis 99 Jahre.

Sie haben ja eine schier unendliche Menge an Bäumen, die verpflanzt werden könnte. Das dürfte etwas kosten; inwiefern greift hier die Provinz dem Projekt unter die Arme?

Die Pflanzen werden ausnahmslos von der Provinz zur Verfügung gestellt, wir bringen die helfenden Hände. Auf uns fallen nur die Kosten der Kommunikation und Organisation. Ich will daher nochmals unterstreichen: Das Forstinspektorat hat uns sehr geholfen, die Initiative durchzuführen.

 

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