Interview mit Jungunternehmerin Claudia Mumelter: "Manchmal muss man wie ein Mann sein"

Andreas Inama
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In unserer Serie “Selbst ist die Frau” stellen wir regelmäßig Unternehmerinnen, die sich in einer nach wie vor männerdominierten Wirtschaftswelt besonderen Herausforderungen stellen müssen. Wir wird eine Frau als Führungspersönlichkeit wahrgenommen? Stellen sich Frauen größere Hindernisse in den Weg als Männern? Gibt es Branchen, in denen das übliche Rollenbild noch nie Fuß fassen konnte? In einer Reihe von Interviews gehen wir diesen Fragen nach – und versuchen herauszufinden, welchen Einfluss Frauen in ihren jeweiligen Branchen durch ihr Handeln haben können.

Die erste Dame der Runde ist Claudia Mumelter, 26 Jahre alt und seit einem Jahr Geschäftsführerin des Vier-Sterne-S-Hotels Saltus in Jenesien. Die Coronakrise manifestierte sich als ihre erste ganz große Herausforderung nach der Eröffnung und auch das Danach, so ungewiss es für die ganze Wirtschaft ist, bereitete der jungen Frau schlaflose Nächte. Doch mit einer starken Familie, einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein und einer Brise Selbstironie nimmt sie mit viel Optimismus die Herausforderung an. Claudia erzählt uns, wie man als Frau in der Gastronomie im Unterschied zum Bauwesen wahrgenommen wird; warum Nachhaltigkeit nicht nur ein Trend, sondern Erziehungssache ist; und wie man einen Betrieb durch eine anstehende Wirtschaftskrise lenkt.

Frau Mumelter, sie sind 26 Jahre alt und seit einem Jahr die Inhaberin des Hotel Saltus. Ganz alleine?

Fast. Ich führe die Saltus GmbH mit meiner Schwester und mit meiner Mutter, aber ich bin die rechtliche Vertreterin und die Geschäftsführerin des Unternehmens.

Also bildet ihr ein kleines Triumvirat, bestehend aus drei Frauen. In der Gastronomie ist eine Frau als Chefin nicht so unüblich. Man kennt das Bild der kernigen Wirtin aus Büchern oder Filmen. Trifft es in der Gastro zu, dass es Frauen in Führungspositionen schwieriger haben als Männer?

Genau, wir sind drei Frauen und wie Sie sagen, sind Frauen mit höheren Positionen in der Gastronomie eher üblich als anderswo. Wenn man aber auf internationaler Ebene schaut, also wenn man darauf achtet, wer sich zum Hotelkaufmann oder -manager ausbilden lässt, dann sind es doch vorwiegend Männer. Das kann man sich wahrscheinlich damit erklären, dass zum Beispiel die Arbeitszeiten sehr schwierig sind. Wenn man Familie haben und den Weg als Hoteldirektorin in einer internationalen Hotelkette einschlagen will, dann kann es schwierig sein, das mit einem Familienleben zu vereinbaren. Mir wurde es mehr oder weniger in die Wiege gelegt.

Also liegt der Vorteil bei Ihnen darin, dass Sie kein angestellter Manager sind, sondern die Inhaberin des Hotels, und sich zudem mit Ihrer Mutter und Ihrer Schwester abstimmen können.

So ist es. Außerdem muss man auch sehen, dass das Hotel für uns wie ein zuhause ist. Wir wohnen zwar mittlerweile alle außerhalb und nicht direkt im Hotelgebäude. Aber wir sind im Hotel aufgewachsen. Das wird in der nächsten Generation auch so weitergehen. Nur mit dieser Einstellung können wir diesen 24-Stunden-Job bewältigen. Um acht Uhr beginnen und 18 Uhr aufhören geht in dieser Arbeit nicht. Und hat man bei solch einem Pensum als Frau Familie und kann seine Kinder nicht bei sich haben, dann wird es sehr schwierig.

Wie hat das Ihre Mutter früher gemanagt? Nun sind Sie ja zu dritt. Hatte Ihre Mutter auch Unterstützung?

Zunächst muss gesagt werden, dass wir schon Gastwirtinnen in vierter Generation sind. Schon meine Urgroßmutter war Gastwirtin, dann meine Großmutter, meine Mutter und nun ich und meine Schwester. Also hat meine Mutter mit meiner Großmutter zusammengearbeitet. Wir sind alle in Gasthäusern aufgewachsen, das zieht sich durch die Familie. Daher sind wir es gewohnt, Familie und Gasthaus gleichzeitig zu managen. Und auch die Mitarbeiter haben ihren Anteil, sie haben uns miterzogen. Meine Urgroßmutter hatte das erste Hotel in Jenesien mit Etagenbädern – und mit warmem Wasser. Das stand auch so in den Prospekten: „Riviera der Alpen: Etagenbäder und warmes Wasser“. Wir haben da den Standard ganz schön in die Höhe getrieben. (lacht) Was auch noch lustig ist: Wir hatten als Service sogar Schuhputzer. Die haben wir heute natürlich nicht mehr.

Also erübrigt sich die Frage, wie es die Mitarbeiter, vor allem die langjährigen, aufnehmen, dass ihnen nun eine Frau vorsteht. Sie sind es ja nicht anders gewohnt.

Bei uns war das immer so, dass die Frauen das Hotel geführt haben und die Männer anderen Tätigkeiten nachgegangen sind. Chef war bei uns immer eine Frau. Ich bin sowieso der Meinung, dass das kein Unterschied macht. Du musst als Chef wissen, wovon du sprichst. Wenn du kompetent bist, ist es egal, ob du Mann oder Frau bist. Und die fünfte Generation ist ja auch schon hier – und es ist wieder eine Frau. (lacht) Ich glaube, jetzt bräuchte es wirklich langsam einen Mann, jetzt haben wir genug Frauen.

Also gibt es in Ihrer Familie gar keine Männer?

Doch, meine Mutter hat einen Bruder. Er ist auch Hotelier, nicht weit entfernt von hier. Als damals das Erbe geteilt wurde, hat meine Großmutter die zwei Gastbetriebe, die in ihrem Besitz waren, jeweils meiner Mutter und meinem Onkel gegeben.

Meiner Meinung nach sind Frauen in Familienbetrieben grundsätzlich geeigneter, Führungspositionen einzunehmen. Durch die eigenwilligen Dynamiken, den intimeren Zugang zu seinen Mitarbeitern, das familiäre Umfeld, das in Familienbetrieben vorherrscht, braucht es ein gewisses Maß an Empathie und Flexibilität. Und da haben Frauen meiner Meinung nach einen Vorteil. Wir Männer haben manchmal das Einfühlungsvermögen eines Stückes Holz. Wie sehen Sie das?

Weniger Empathie ist manchmal auch praktisch. Auch als Frau muss man manchmal kalt in seinem Handeln sein. Es hat seine Vor- und Nachteile, denn es ist nicht immer leicht, die Grenze zwischen Privatem und Beruflichem zu ziehen. Wenn es zu familiär wird und man eine schwierige Entscheidung treffen muss, dann fühlen sich die Menschen, die es betrifft, schneller auf persönlicher Ebene angegriffen. Und viele denken dann, dass sie ihre Meinung dazu abgeben müssen, was manchmal durchaus anstrengend sein kann. Von der Arbeitsqualität her ist aber ein Familienbetrieb etwas sehr Angenehmes. Eben wegen der persönlichen Bindungen, die man aufbaut. Eine unserer Mitarbeiterinnen ist dieses Jahr nach 45 Jahren bei uns in Rente gegangen. Sie war also schon zu Zeiten meiner Großmutter dabei und ist unsere Taufpatin. Es entstehen sehr besondere Freundschaften. Andererseits muss man dann manchmal doch als Frau den Mann spielen. Nehmen wir letzte Saison her. Da haben wir das Saltus gebaut. 16.000 Kubikmeter sind dazu gekommen. Da musste ich neben Hoteldirektorin auch als Bauherrin herhalten.

Etwas männer-dominierteres als die Baubranche kann man sich nur schwerlich vorstellen. Das wird eine spezielle Erfahrung gewesen sein.

Da ist es ganz schön zugegangen. Du hast viel mit den Bauarbeitern zu tun. Und es weht ein ganz anderer Wind. Du wirst als Frau, die etwas zu sagen hat, ganz anders betrachtet. Unserer Architektin war – natürlich – eine Frau, aber ansonsten ist die Baubranche vorwiegend männlich geprägt. Es war nicht immer leicht, sich als Frau zu behaupten und den Arbeitern klar zu machen, dass der Bau unser Bau ist und dementsprechend wir das Sagen haben. Aber nach einigen Anlaufschwierigkeiten hat sich das eingependelt. Es war unterm Strich eine sehr wertvolle Erfahrung und eine schöne Zeit – aber es läuft sicher nicht immer alles so harmonisch ab wie bei uns im Hotel.

Hätten sie dazu eine kleine Anekdote parat?

Ich kann mich an die erste Bausitzung erinnern: Auf einer Seite saßen die Handwerker – Elektriker, Hydrauliker und so weiter -, auf der anderen die Architektin und als Bauherrinnen meine Mutter, meine Schwester und ich. Tatsächlich mussten die Herren auf der anderen Seite zunächst schmunzeln. Die ersten paar Sitzungen waren schon von Machtspielchen geprägt, aber letztendlich haben wir uns alle gerngehabt. (lacht)

Stichwort Neubau: Ist da das Konzept des Eco-Hotels erst mit dem Bau von Saltus entstanden oder war die Strategie immer schon so ausgerichtet?

Das Hotel ist mit dem Bau zum Eco-Hotel geworden. Aber es war nicht so, dass wir damit einem Trend folgen oder nachhaltig sein wollten. Ich nehme das Wort Nachhaltigkeit gar nicht gerne in den Mund, da es mir zu inflationär verwendet wird. Wir sind zuhause aber mit diesem Gedanken erzogen worden. Es war eine natürliche Entwicklung. Zum Beispiel unser Stammhaus, der Tschöggelberger Hof, ist bei „Südtiroler Gasthaus“ dabei. Damit verpflichtet sich ein Betrieb, zu 80 % nur regionale Produkte zu verwenden. Das wird rigoros kontrolliert, Lieferscheine und Rechnungen werden genau unter die Lupe genommen.

Wie ist es vom Tschöggelberger Hof zum Saltus gekommen?

Darauf wollte ich gerade eingehen: Meine Schwester ist nach einiger Zeit von Dublin wieder nachhause gezogen. Meine Mutter und ich betrieben schon zusammen den Tschöggelberger Hof, aber für drei Frauen war es zu wenig. Also haben wir entschieden, dass wir noch etwas dazu bauen. Bei der Konzeptausarbeitung ist es ein natürlicher Prozess gewesen, dass wir eine umweltfreundliche Strategie verfolgen. Also lokale Bauarbeiter, lokale Innenausstatter, es gab kein Plastik oder keine chemischen Produkte beim Bau: Es wurde zum Beispiel Lehm gespachtelt und anschließend mit Bienenwachs versiegelt. Unser Gebäude riecht entsprechend nicht wie typische Neubauten. Mit Verlaub, man ist bei so einer Bauweise sehr eingeschränkt und kann nicht alles regional halten. Wir haben das Möglichste getan und sind unserer Linie, wo es ging, treu geblieben.

So auch im operativen Geschäft.

Genau. Stichwort: Verzicht auf Plastik. Es fängt schon in den Hotelzimmern an. Es gibt keine kleinen Fläschchen mit Hygieneprodukten, sondern größere Behälter, die nachgefüllt werden. Bei unserer Willkommens-E-Mail ersuchen wir die Gäste, sich die Pantoffeln selbst mitzunehmen, damit wir nicht auf die Einwegpantoffeln zurückgreifen müssen.

Und Gäste, die mit dem Zug anreisen, bekommen einen Preisnachlass.

Ja, das finde ich besonders toll. Bringen die Gäste das Zugticket, erhalten sie einen fünf Prozent Preisnachlass. Es ist immer leicht zu sagen, man handelt nachhaltig. Aber es zu leben, ist schon schwieriger. So zeigen wir unseren Gästen, dass uns das Thema ernst ist. Der Verzicht steht symbolisch für unsere Einstellung. Es klappt auch sehr gut. Das Zugnetz ist gut ausgebaut und wir sind gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Dazu bekommen unsere Gäste die Wochenkarte, die im Preis inbegriffen ist, also können sie die öffentlichen Verkehrsmittel immer nutzen. Das wird auch von den Gästen genutzt, die mit dem Auto anreisen. Die Autos werden geparkt und während des Urlaubs nicht mehr benutzt.

Diese Strategie dürfte mit Corona jetzt ein wenig schwieriger sein, einzuhalten. Oder hat man dafür eine Lösung?

Klar, jetzt müssen wir einen neuen Weg finden. Ich bin gespannt, wie es sich diese Saison entwickelt. Die Quote von letztem Jahr werden wir nicht erreichen. Da haben immerhin 15 % der Gäste das Angebot mit den fünf Prozent genutzt.

Wir werden später noch auf die Post-Corona-Phase eingehen. Bevor wir das aber machen, hätte ich noch eine Frage. Umweltfreundlich gut und recht – aber ganz oft sind gerade Angebote, die mit Nachhaltigkeit verbunden sind, teurer. Ist es wirklich so, dass eine nachhaltige Lebensweise – oder in eurem Fall ein nachhaltiges Geschäftskonzept – mehr kostet als gewöhnlich? Oder ist das einfach auf die nach wie vor gegebene Exklusivität solcher Angebote zurückzuführen?

Ich muss jetzt differenzieren: Einerseits gibt es das, was mit dem nachhaltigen Bau zu tun hat; andererseits das Preisangebot an unsere Gäste. Das Bauen ist definitiv viel teurer. Man verwendet keine Massenprodukte und entsprechend sind die Produkte teurer. Für den Gast selbst ist es aber nicht teurer und im Betrieb auch nicht. In einem Hotel unserer Kategorie, also vier Sterne S bis fünf Sterne, beträgt der Wareneinsatz circa 23 % des Umsatzes. Rund um diese Zahl bewegen wir uns auch. Und wir können ihn auch nicht reduzieren. Mit einem Hotelier, der den Wareneinsatz um ein Prozent senkt, können wir nicht mithalten, das wäre nicht tragbar. Unser Wirtschaftsprüfer schimpft aber, dass er eh zu hoch sei. (lacht) Aber ansonsten fällt auch einiges weg, besonders bei den Gästeartikeln. Ohrenstäbchen, Pantoffeln, Hygieneartikel, Handtücher – da reduziert man Kosten. Mich wundert es eh, dass gewisse Dinge nicht verboten sind. Als Gast ist einem das gar nicht bewusst, aber wenn man die Müllberge an einem Abreisetag sieht, da wird einem ganz anders. Und meistens sind es dann die Hauspantoffeln, die man zur Verfügung stellt, die das meiste an Müll ausmachen. Das könnte man leicht verhindern. Natürlich sind nicht alle Gäste begeistert von der Idee, dass sie in einem Vier-Sterne-S-Hotel keine Pantoffeln bekommen, da lenken wir auch ein. Aber insgesamt verstehen es die Gäste und kommen teilweise gerade deswegen her. Unterm Strich, um die Frage zu beantworten: Beim Bauen ist Nachhaltigkeit teurer, im Alltag nicht. Es ist einfach ein Umdenken.

Hier sieht man die wörtliche Bedeutung der Nachhaltigkeit: große Investition, aber dafür mittel- bis langfristig pendelt sich die Kurve wieder ein.

Ja. Außerdem betrifft bei uns Nachhaltigkeit nicht nur den Umweltaspekt. Wir haben das für uns als Ganzes definiert. Auch wirtschaftlich und im Personal wollen wir nachhaltig sein. Sie haben davor unser Preisangebot angesprochen: Sind wir teurer als andere Hotels unserer Kategorie? Unser Preis ist sicherlich nicht der günstigste, aber wir sind auch nicht teurer als andere. Wir bewegen uns im oberen Durchschnitt. Die Mitarbeiter hingegen werden auch „nachhaltig“ behandelt und bekommen eine faire Bezahlung und einen fixen Job. Das ist uns sehr wichtig. Wir wollen ihnen einen guten Arbeitsplatz bieten. Es ist nämlich unsere Pflicht den Gästen gegenüber, unseren Betrieb gesund zu halten – denn ist er das nicht, spüren das unsere Gäste.

Sie haben gesagt, dass Gäste gerade wegen des Nachhaltigkeitsgedankens zu Ihnen kommen. Ist das ein eigener Typ Gast?

Ja, das ist er in der Tat. Wir haben ja nicht die ganze Hardware, die andere Hotels unserer Kategorie bieten. Wir haben nur zwei Schwimmbäder statt vier oder fünf; nur eine finnische Sauna und ein Dampfbad statt zehn Eventsaunas. Wir haben uns vom Markt der Hardwarehotels ausgeklinkt. Wir arbeiten essenzieller. Dementsprechend sprechen wir einen gewissen Typ Gast an. Sie schätzen das und würden sich mit zu viel Angebot gar nicht wohlfühlen. Zu uns kommt teilweise eher junge Klientel aus Großstädten. Als Beispielprofil für unseren typischen Gast könnte ich sagen: Berliner, 25 Jahre plus.

Sie haben gerade erst vor einem Jahr gebaut – und auf einmal stellt eine Pandemie alles auf den Kopf. Und offenbar gestaltet sich auch der Neustart sehr kompliziert, gerade für den Tourismus. Haben Sie sich in dieser Zeit mit Existenzängsten auseinandersetzen müssen?

Bei mir hat sich das Bewusstsein für Corona – wie bei vielen anderen – zunächst schleichend gebildet. Ich habe mitbekommen, was in China passiert ist, und dann war es plötzlich da. Unser Haus ist jetzt kein Jahr alt und schon ein halbes Jahr davon leer gestanden. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte keine schlaflosen Nächte gehabt. Wir wussten nicht wie die Politik und die Banken darauf reagieren. Es war eine Zeit der Ungewissheit. Wir haben den ganzen Tag nur Stornierungen eingebucht. Aber es geht wieder los, Anfragen gibt es. Das Jahr wird schwierig werden, aber die Rückzahlungen sind gestundet. Es hat sich also alles um ein Jahr verschoben. Das hat uns etwas Luft verschafft. Ansonsten würden wir dieses Interview wahrscheinlich gar nicht führen. Wir rechnen im Sommer mit einer Auslastung von 50 %, im Herbst hoffen wir, die 70 %-Marke zu erreichen. Mehr wird es aber nicht werden. Normalerweise haben wir 35 Mitarbeiter, in der Hochsaison sogar 45. Heuer starten wir mit einem Drittel davon. So werden wir den Sommer durchziehen. Wir hoffen, dass die Südtiroler Hotellerie sich dieses Jahr nicht auf einen Preiskampf einlässt. Wir haben den ersten Monat zwar 20 % Rabatt, aber danach geht es preismäßig gleich weiter wie gewöhnlich. Von einem Preisdumping profitiert nämlich niemand. Südtirol hat sich da immer gut gehalten. In Nordtirol zum Beispiel werden die Preise gedrückt, sodass einem dabei fast schlecht wird. Hier hat man sich darauf eigentlich nie eingelassen und wir hoffen, dass das auch dieses Jahr so bleibt. Der Gast kann halt leider nicht das ganze Angebot nützen. Wenn man in die Sauna will, dann nur auf Reservierung. Aber wir bieten andere Inhalte an, die das reduzierte Wellnessangebot ausgleichen. Zum Beispiel Expertenrunden mit Psychologen oder mit Vorträgen zu Stressmanagement – Wellnessurlaub, nur etwas anders.

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